Neue EU-Rahmenstrategie für gleichberechtigte Teilhabe
Neue EU-Rahmenstrategie für gleichberechtigte Teilhabe
Baden-Württemberg ist Vorbild für Europa
Baden-Württemberg ist Vorbild für Europa

Die EU-Kom­mis­si­on hat ihren neu­en „Stra­te­gi­schen Rah­men für die Gleich­be­rech­ti­gung, Inklu­si­on und Par­ti­zi­pa­ti­on“ von Men­schen mit Roma­ni-Hin­ter­grund für 2020 bis 2030 ver­öf­fent­licht. Auf einer von der deut­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft aus­ge­rich­te­ten Kon­fe­renz wird die­ser „Stra­te­gi­sche Rah­men“ am kom­men­den Mon­tag, den 12. Okto­ber, vor­ge­stellt. Hele­na Dal­li, EU-Kom­mis­sa­rin für Gleich­stel­lung, Věra Jou­ro­vá, Vize­prä­si­den­tin der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on, Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­hofer, die schwe­di­sche Minis­te­rin für Kul­tur und Demo­kra­tie, Aman­da Lind, Romeo Franz MdEP und Dani­el Strauß, der Vor­sit­zen­de des VDSR-BW und von Rom­noK­her, sowie zahl­rei­che wei­te­re euro­päi­sche Fach­leu­te wer­den dabei sprechen.

Die neue EU-Rah­menstra­te­gie löst den EU-Rah­men für das zurück­lie­gen­de Jahr­zehnt ab, der in viel­fa­cher Hin­sicht als geschei­tert gilt. Als Bericht­erstat­ter des Euro­päi­schen Par­la­ments hat Romeo Franz MdEP die Grün­de des Schei­terns unter­sucht. Der „Franz Report“ zeigt auch, wovon der Erfolg der neu­en EU-Stra­te­gie abhän­gen wird: Die Maß­nah­men müs­sen ver­bind­li­chen Cha­rak­ter haben und dür­fen nicht län­ger nur Emp­feh­lun­gen sein. Anti­zi­ga­nis­mus muss als das Kern­pro­blem erfasst wer­den, das Fort­schrit­te behin­dert. Die Ansät­ze dür­fen nicht pater­na­lis­tisch sein, son­dern müs­sen auf Augen­hö­he mit der Min­der­heit ent­wi­ckelt wer­den. Orga­ni­sa­tio­nen der euro­päi­schen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit Roma­ni-Hin­ter­grund müs­sen dar­an mit­wir­ken. Auch ist die Diver­si­tät und Hete­ro­ge­ni­tät von Men­schen mit Roma­ni-Hin­ter­grund zu berück­sich­ti­gen, was bei der Aner­ken­nung ihrer Selbst­be­zeich­nun­gen beginnt.

Als Vor­bild für Euro­pa bezeich­net der „Franz-Bericht“ den Staats­ver­trag, den der Ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma, Lan­des­ver­band Baden-Würt­tem­berg, mit dem Land Baden-Würt­tem­berg abge­schlos­sen hat. Her­vor­ge­ho­ben wird der Rat für die Ange­le­gen­hei­ten der Sin­ti und Roma, dem pari­tä­tisch Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Min­der­heit sowie der Lan­des­re­gie­rung, des Land­tags und der kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­de ange­hö­ren. Auf der Grund­la­ge des „Franz-Berichts“ hat das Euro­päi­sche Par­la­ment am 17. Sep­tem­ber mit gro­ßer Mehr­heit eine Ent­schlie­ßung zur Umset­zung der Roma­ni-Stra­te­gie verabschiedet.

Die Arbeit des VDSR-BW wird damit als euro­päi­sche „best prac­ti­ce“ aner­kannt und dient als Modell für die gleich­be­rech­tig­te Teil­ha­be von Euro­päe­rin­nen und Euro­pä­ern mit Romani-Hintergrund.

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen:

„Franz Report“: https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/LIBE-PR-650654_EN.pdf

Ent­schlie­ßung des Euro­päi­schen Par­la­ments vom 17. Sep­tem­ber 2020: https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA‑9–2020-0229_DE.html

Digi­tal High-Level-Con­fe­rence laun­ching the new „EU Roma Stra­te­gic Frame­work for Equa­li­ty, Inclu­si­on and Par­ti­ci­pa­ti­on until 2030“, 12. Okto­ber 2020: https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/201008_draftprogramme_extern.pdf bzw. https://ec.europa.eu/info/events/digital-high-level-conference-eu-roma-strategic-framework-equality-inclusion-and-participation-2020–2030-2020-oct-12_en

Uni­on of Equa­li­ty – EU Roma stra­te­gic frame­work on equa­li­ty, inclu­si­on and par­ti­ci­pa­ti­on: https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/union_of_equality_eu_roma_strategic_framework_for_equality_inclusion_and_participation_en.pdf

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Beitrag erstellt am 08.10.2020

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