Rom­noK­her Projekte 
Rom­noK­her Projekte 

Lau­fen­de Projekte

Lau­fen­de Projekte

Akti­ons­bünd­nis „Unser Denk­mal ist unan­tast­bar!“ (seit 2020)

Im Mai 2020 wur­den Über­le­gun­gen des Ber­li­ner Senats und der Deut­schen Bahn publik, das Denk­mal für die im Natio­nal­so­zia­lis­mus ermor­de­ten Sin­ti und Roma Euro­pas wäh­rend eines geplan­ten Aus­baus der S‑Bahn-Tras­se der S21 teil­wei­se abzu­bau­en. Das erst 2012 ein­ge­weih­te Denk­mal hat für die Sin­ti und Roma Euro­pas gro­ße Bedeu­tung: Nach 30jährigem Kampf um eine Stät­te des Geden­kens gibt es an die­sem Platz nahe des Ber­li­ner Reichs­tags in einer wür­di­gen Umge­bung nun einen Ort, an dem Geden­ken und Trau­er für die Ange­hö­ri­gen mög­lich ist und an dem sich die Aner­ken­nung der Ver­fol­gung der Sin­ti und Roma durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten durch den deut­schen Staat mani­fes­tiert. Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Min­der­heit reagier­ten auf die Plä­ne des Ber­li­ner Senats mit schar­fem Pro­test und der kla­ren For­de­rung, dass das Denk­mal in sei­ner Gesamt­heit unan­ge­tas­tet blei­ben muss. Auch die Künst­ler, die das Denk­mal in Ber­lin schu­fen – Dani Kara­van und Romeo Franz –, schlos­sen sich die­ser For­de­rung an. Das Akti­ons­bünd­nis „Unser Denk­mal ist unan­tast­bar!“ grün­de­te sich Ende Juni 2020 mit dem Ziel, die­se For­de­rung öffent­lich und auf poli­ti­scher Ebe­ne vehe­ment zu ver­tre­ten. Das Akti­ons­bünd­nis steht auch dafür, kei­ne Kom­pro­mis­se in die­ser für die Sin­ti und Roma Euro­pas zen­tra­len Fra­ge zu akzep­tie­ren. Mit­glie­der des Akti­ons­bünd­nis­ses sind sowohl Selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen von Men­schen mit Roma­ni-Hin­ter­grund als auch Orga­ni­sa­tio­nen und Ein­zel­per­so­nen ohne Roma­ni- Hin­ter­grund, die die For­de­run­gen unterstützen.

Bil­dungs­stu­die 10 Jah­re spä­ter. Rom­noK­her-Stu­die 2021: Unglei­che Teil­ha­be. Zur Lage der Sin­ti und Roma in Deutschland

Fast zehn Jah­re nach Erschei­nen der ers­ten Bil­dungs­stu­die zur aktu­el­len Bil­dungs­si­tua­ti­on deut­scher Sin­ti und Roma, die Rom­noK­her durch­ge­führt hat­te, wer­den 2020 erneut Ange­hö­ri­ge der Min­der­heit befragt, um Ver­än­de­run­gen der Bil­dungs­si­tua­ti­on fest­zu­stel­len, zur kri­ti­schen Dis­kus­si­on von bis­her erprob­ten Maß­nah­men und ihrer Wirk­sam­keit anzu­re­gen sowie den Bedarf für eine expli­zi­te För­de­rung der ver­bes­ser­ten Bil­dungs­teil­ha­be von sozi­al benach­tei­lig­ten Roma und Sin­ti auf die poli­ti­sche Agen­da zu set­zen. Zusätz­lich zu den 2011 erforsch­ten Fra­gen sol­len in der neu­en Bil­dungs­stu­die Daten zur Lage von ein­ge­wan­der­ten Roma sowie zur poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Betei­li­gung der Min­der­heit erho­ben wer­den. Die Befra­gung fin­det bun­des­weit mit Unter­stüt­zung von Selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen der Min­der­heit statt.

Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Rom­noK­her Deutsch­land (seit 2017)

Das Netz­werk BAG Rom­noK­her grün­de­te sich 2017. Durch die Koope­ra­ti­on der betei­lig­ten Selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen wer­den Syn­er­gien im gemein­sa­men Tätig­keits­feld geschaf­fen. Mit die­sem Netz­werk steht auch allen öffent­li­chen und pri­va­ten Insti­tu­tio­nen, deren Akti­vi­tä­ten sich auf die Min­der­heit der Sin­ti und Roma in Deutsch­land aus­wir­ken, ein bun­des­wei­ter Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Neben Auf­klä­rung und Infor­ma­ti­on über die Geschich­te, die Kul­tur und die beson­de­re Lage der Roma und Sin­ti in Deutsch­land, die sich vor allem an Mul­ti­pli­ka­to­ren rich­ten, sieht die BAG ihre Auf­ga­be vor allem in der Inter­es­sen­ver­tre­tung und der Bera­tung von Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft auf Bun­des­ebe­ne sowie in der Initi­ie­rung und Unter­stüt­zung von Pro­jek­ten zur För­de­rung gleich­be­rech­tig­ter Teil­ha­be und von wis­sen­schaft­li­cher For­schung. Die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung von NGOs und von Bür­ger­recht­le­rin­nen und Bür­ger­recht­lern sowie die Ver­net­zung der Com­mu­ni­ty unter­ein­an­der ist ein wesent­li­cher Schwer­punkt der BAG RomnoKher.

Akti­ons­bünd­nis „Unser Denk­mal ist unan­tast­bar!“ (seit 2020)

Im Mai 2020 wur­den Über­le­gun­gen des Ber­li­ner Senats und der Deut­schen Bahn publik, das Denk­mal für die im Natio­nal­so­zia­lis­mus ermor­de­ten Sin­ti und Roma Euro­pas wäh­rend eines geplan­ten Aus­baus der S‑Bahn-Tras­se der S21 teil­wei­se abzu­bau­en. Das erst 2012 ein­ge­weih­te Denk­mal hat für die Sin­ti und Roma Euro­pas gro­ße Bedeu­tung: Nach 30jährigem Kampf um eine Stät­te des Geden­kens gibt es an die­sem Platz nahe des Ber­li­ner Reichs­tags in einer wür­di­gen Umge­bung nun einen Ort, an dem Geden­ken und Trau­er für die Ange­hö­ri­gen mög­lich ist und an dem sich die Aner­ken­nung der Ver­fol­gung der Sin­ti und Roma durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten durch den deut­schen Staat mani­fes­tiert. Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Min­der­heit reagier­ten auf die Plä­ne des Ber­li­ner Senats mit schar­fem Pro­test und der kla­ren For­de­rung, dass das Denk­mal in sei­ner Gesamt­heit unan­ge­tas­tet blei­ben muss. Auch die Künst­ler, die das Denk­mal in Ber­lin schu­fen – Dani Kara­van und Romeo Franz –, schlos­sen sich die­ser For­de­rung an. Das Akti­ons­bünd­nis „Unser Denk­mal ist unan­tast­bar!“ grün­de­te sich Ende Juni 2020 mit dem Ziel, die­se For­de­rung öffent­lich und auf poli­ti­scher Ebe­ne vehe­ment zu ver­tre­ten. Das Akti­ons­bünd­nis steht auch dafür, kei­ne Kom­pro­mis­se in die­ser für die Sin­ti und Roma Euro­pas zen­tra­len Fra­ge zu akzep­tie­ren. Mit­glie­der des Akti­ons­bünd­nis­ses sind sowohl Selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen von Men­schen mit Roma­ni-Hin­ter­grund als auch Orga­ni­sa­tio­nen und Ein­zel­per­so­nen ohne Roma­ni- Hin­ter­grund, die die For­de­run­gen unterstützen.

Bil­dungs­stu­die 10 Jah­re spä­ter. Rom­noK­her-Stu­die 2021: Unglei­che Teil­ha­be. Zur Lage der Sin­ti und Roma in Deutschland

Fast zehn Jah­re nach Erschei­nen der ers­ten Bil­dungs­stu­die zur aktu­el­len Bil­dungs­si­tua­ti­on deut­scher Sin­ti und Roma, die Rom­noK­her durch­ge­führt hat­te, wer­den 2020 erneut Ange­hö­ri­ge der Min­der­heit befragt, um Ver­än­de­run­gen der Bil­dungs­si­tua­ti­on fest­zu­stel­len, zur kri­ti­schen Dis­kus­si­on von bis­her erprob­ten Maß­nah­men und ihrer Wirk­sam­keit anzu­re­gen sowie den Bedarf für eine expli­zi­te För­de­rung der ver­bes­ser­ten Bil­dungs­teil­ha­be von sozi­al benach­tei­lig­ten Roma und Sin­ti auf die poli­ti­sche Agen­da zu set­zen. Zusätz­lich zu den 2011 erforsch­ten Fra­gen sol­len in der neu­en Bil­dungs­stu­die Daten zur Lage von ein­ge­wan­der­ten Roma sowie zur poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Betei­li­gung der Min­der­heit erho­ben wer­den. Die Befra­gung fin­det bun­des­weit mit Unter­stüt­zung von Selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen der Min­der­heit statt.

Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Rom­noK­her Deutsch­land (seit 2017)

Das Netz­werk BAG Rom­noK­her grün­de­te sich 2017. Durch die Koope­ra­ti­on der betei­lig­ten Selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen wer­den Syn­er­gien im gemein­sa­men Tätig­keits­feld geschaf­fen. Mit die­sem Netz­werk steht auch allen öffent­li­chen und pri­va­ten Insti­tu­tio­nen, deren Akti­vi­tä­ten sich auf die Min­der­heit der Sin­ti und Roma in Deutsch­land aus­wir­ken, ein bun­des­wei­ter Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Neben Auf­klä­rung und Infor­ma­ti­on über die Geschich­te, die Kul­tur und die beson­de­re Lage der Roma und Sin­ti in Deutsch­land, die sich vor allem an Mul­ti­pli­ka­to­ren rich­ten, sieht die BAG ihre Auf­ga­be vor allem in der Inter­es­sen­ver­tre­tung und der Bera­tung von Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft auf Bun­des­ebe­ne sowie in der Initi­ie­rung und Unter­stüt­zung von Pro­jek­ten zur För­de­rung gleich­be­rech­tig­ter Teil­ha­be und von wis­sen­schaft­li­cher For­schung. Die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung von NGOs und von Bür­ger­recht­le­rin­nen und Bür­ger­recht­lern sowie die Ver­net­zung der Com­mu­ni­ty unter­ein­an­der ist ein wesent­li­cher Schwer­punkt der BAG RomnoKher.

Abge­schlos­se­ne Pro­jek­te (Aus­wahl)

Abge­schlos­se­ne Pro­jek­te (Aus­wahl)

„Per­spek­ti­ve, Akti­on, Par­ti­zi­pa­ti­on, Inte­gra­ti­on“ (PAPI) (2018 bis 2019)

Das Work­shop­pro­gramm PAPI in Ber­lin wur­de ent­wi­ckelt für Schul­klas­sen ab Klas­se 8. In Koope­ra­ti­on mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern von Roma­Tri­al, einer Min­der­hei­ten­or­ga­ni­sa­ti­on in Ber­lin, die über­wie­gend Kul­tur­pro­jek­te betreut, bot PAPI Schü­le­rin­nen und Schü­lern einen geschütz­ten Raum („safe space“), um ers­te offe­ne Begeg­nun­gen mit der Min­der­heit zu gestal­ten, Vor­ur­tei­le abzu­bau­en und gemein­sam die deut­sche Geschich­te zu erfor­schen. PAPI ent­stand aus der Not­wen­dig­keit her­aus, vor allem in Schu­len dem Unwis­sen über und den Vor­ur­tei­len gegen die Min­der­heit etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Zen­tra­les Ele­ment ist die Recher­che über die Lokal­ge­schich­te von Sin­ti und Roma z. B. im Lan­des­ar­chiv. Mit ver­schie­de­nen Metho­den (Recher­che, Thea­ter, Inter­views, Text­ar­beit) erschlie­ßen sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler über Ein­zel­schick­sa­le die Geschich­te der Min­der­heit sowie die Struk­tu­ren und Mecha­nis­men, die Anti­zi­ga­nis­mus ermög­li­chen – auch im eige­nen Alltag.

„Per­spek­ti­ve, Akti­on, Par­ti­zi­pa­ti­on, Inte­gra­ti­on“ (PAPI) (2018 bis 2019)

Das Work­shop­pro­gramm PAPI in Ber­lin wur­de ent­wi­ckelt für Schul­klas­sen ab Klas­se 8. In Koope­ra­ti­on mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern von Roma­Tri­al, einer Min­der­hei­ten­or­ga­ni­sa­ti­on in Ber­lin, die über­wie­gend Kul­tur­pro­jek­te betreut, bot PAPI Schü­le­rin­nen und Schü­lern einen geschütz­ten Raum („safe space“), um ers­te offe­ne Begeg­nun­gen mit der Min­der­heit zu gestal­ten, Vor­ur­tei­le abzu­bau­en und gemein­sam die deut­sche Geschich­te zu erfor­schen. PAPI ent­stand aus der Not­wen­dig­keit her­aus, vor allem in Schu­len dem Unwis­sen über und den Vor­ur­tei­len gegen die Min­der­heit etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Zen­tra­les Ele­ment ist die Recher­che über die Lokal­ge­schich­te von Sin­ti und Roma z. B. im Lan­des­ar­chiv. Mit ver­schie­de­nen Metho­den (Recher­che, Thea­ter, Inter­views, Text­ar­beit) erschlie­ßen sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler über Ein­zel­schick­sa­le die Geschich­te der Min­der­heit sowie die Struk­tu­ren und Mecha­nis­men, die Anti­zi­ga­nis­mus ermög­li­chen – auch im eige­nen Alltag.

Xenos Pro­jekt: Sin­ti- und Roma-Bil­dungs­ar­beit als Pro­fes­si­on: Sin­ti und Roma in päd­ago­gi­schen, sozia­len und ande­ren Beru­fen eta­blie­ren (Roma­Pro) (2012 bis 2014)

Rom­noK­her gGmbH war neben der feder­füh­ren­den RAA Ber­lin und der Mad­house gGmbH Mün­chen an dem Pro­jekt betei­ligt, das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Sozia­les und Arbeit im Rah­men des Pro­gramms „Xenos – Inte­gra­ti­on durch Viel­falt“ finan­ziert wur­de. Ziel des Teil­pro­jekts von Rom­noK­her war es, ein Netz­werk aus Lan­des­ver­bän­den und Bil­dungs­trä­gern von Sin­ti und Roma auf­zu­bau­en, das mit sei­nen fach­li­chen Part­nern kon­zep­tio­nell, cur­ri­cu­lar und prak­tisch dar­an arbei­tet, Ziel­grup­pen­me­dia­ti­on als arbeits­markt­fä­hi­ge Qua­li­fi­ka­ti­on für Sin­ti und Roma anzu­bie­ten und durch Ver­mitt­lung ent­spre­chen­der Stel­len im (Aus-)Bildungssystem zu ver­an­kern. Der Schwer­punkt der RAA Ber­lin lag in der kon­zep­tio­nel­len und cur­ri­cu­la­ren Ent­wick­lung einer aner­kann­ten Qua­li­fi­zie­rung für Sin­ti und Roma auf der Basis des erfolg­reich erprob­ten Modells „Roma-Schul­me­dia­ti­on“, wäh­rend Mad­house Mün­chen Ange­hö­ri­ge der Min­der­heit im Bereich Mediation/Bildungsbegleitung prak­tisch in einer Fort­bil­dung qua­li­fi­ziert hat mit dem Ziel, die Absol­ven­ten lang­fris­tig im Sozi­al- und Bil­dungs­be­reich anzustellen.

Xenos Pro­jekt: Sin­ti- und Roma-Bil­dungs­ar­beit als Pro­fes­si­on: Sin­ti und Roma in päd­ago­gi­schen, sozia­len und ande­ren Beru­fen eta­blie­ren (Roma­Pro) (2012 bis 2014)

Rom­noK­her gGmbH war neben der feder­füh­ren­den RAA Ber­lin und der Mad­house gGmbH Mün­chen an dem Pro­jekt betei­ligt, das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Sozia­les und Arbeit im Rah­men des Pro­gramms „Xenos – Inte­gra­ti­on durch Viel­falt“ finan­ziert wur­de. Ziel des Teil­pro­jekts von Rom­noK­her war es, ein Netz­werk aus Lan­des­ver­bän­den und Bil­dungs­trä­gern von Sin­ti und Roma auf­zu­bau­en, das mit sei­nen fach­li­chen Part­nern kon­zep­tio­nell, cur­ri­cu­lar und prak­tisch dar­an arbei­tet, Ziel­grup­pen­me­dia­ti­on als arbeits­markt­fä­hi­ge Qua­li­fi­ka­ti­on für Sin­ti und Roma anzu­bie­ten und durch Ver­mitt­lung ent­spre­chen­der Stel­len im (Aus-)Bildungssystem zu ver­an­kern. Der Schwer­punkt der RAA Ber­lin lag in der kon­zep­tio­nel­len und cur­ri­cu­la­ren Ent­wick­lung einer aner­kann­ten Qua­li­fi­zie­rung für Sin­ti und Roma auf der Basis des erfolg­reich erprob­ten Modells „Roma-Schul­me­dia­ti­on“, wäh­rend Mad­house Mün­chen Ange­hö­ri­ge der Min­der­heit im Bereich Mediation/Bildungsbegleitung prak­tisch in einer Fort­bil­dung qua­li­fi­ziert hat mit dem Ziel, die Absol­ven­ten lang­fris­tig im Sozi­al- und Bil­dungs­be­reich anzustellen.

Arbeits­kreis zur Ver­bes­se­rung der Bil­dungs­be­tei­li­gung und des Bil­dungs­er­folgs von Sin­ti und Roma in Deutsch­land (2013–2016)

Das Xenos-Pro­jekt hat­te ver­schie­de­ne, über das Pro­jek­ten­de hin­aus­rei­chen­de Ergeb­nis­se: So wur­de die Hil­de­gard Lag­ren­ne Stif­tung als ers­te von der Min­der­heit selbst gegrün­de­te Stif­tung ins Leben geru­fen, mit dem erklär­ten Ziel der För­de­rung von Bil­dungs­teil­ha­be und Inklu­si­on. Es ent­stand aus dem Netz­werk her­aus ein bun­des­wei­ter Arbeits­kreis zur Ver­bes­se­rung der Bil­dungs­be­tei­li­gung und des Bil­dungs­er­folgs von Sin­ti und Roma in Deutsch­land in Zusam­men­ar­beit mit der Stif­tung „Erin­ne­rung, Ver­ant­wor­tung, Zukunft“ (EVZ). Der Arbeits­kreis hat Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für den Bil­dungs­auf­bruch der Min­der­heit entwickelt:

Arbeits­kreis zur Ver­bes­se­rung der Bil­dungs­be­tei­li­gung und des Bil­dungs­er­folgs von Sin­ti und Roma in Deutsch­land (2013–2016)

Das Xenos-Pro­jekt hat­te ver­schie­de­ne, über das Pro­jek­ten­de hin­aus­rei­chen­de Ergeb­nis­se: So wur­de die Hil­de­gard Lag­ren­ne Stif­tung als ers­te von der Min­der­heit selbst gegrün­de­te Stif­tung ins Leben geru­fen, mit dem erklär­ten Ziel der För­de­rung von Bil­dungs­teil­ha­be und Inklu­si­on. Es ent­stand aus dem Netz­werk her­aus ein bun­des­wei­ter Arbeits­kreis zur Ver­bes­se­rung der Bil­dungs­be­tei­li­gung und des Bil­dungs­er­folgs von Sin­ti und Roma in Deutsch­land in Zusam­men­ar­beit mit der Stif­tung „Erin­ne­rung, Ver­ant­wor­tung, Zukunft“ (EVZ). Der Arbeits­kreis hat Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für den Bil­dungs­auf­bruch der Min­der­heit entwickelt:

End, Mar­kus: Anti­zi­ga­nis­mus. Zum Stand der For­schung und der Gegen­stra­te­gien. Hg. v. Dani­el Strauß, Rom­noK­her, Mann­heim 2013

Gutachten_Antiziganismus_2013.pdf

End, Mar­kus: Anti­zi­ga­nis­mus. Zum Stand der For­schung und der Gegen­stra­te­gien. Hg. v. Dani­el Strauß, Rom­noK­her, Mann­heim 2013

Gutachten_Antiziganismus_2013.pdf

Stu­die zur aktu­el­len Bil­dungs­si­tua­ti­on deut­scher Sin­ti und Roma. Doku­men­ta­ti­on und For­schungs­be­richt. Hg. v. Dani­el Strauß, Mann­heim 2011 (2011)

Stu­die zur aktu­el­len Bil­dungs­si­tua­ti­on deut­scher Sin­ti und Roma. Doku­men­ta­ti­on und For­schungs­be­richt. Hg. v. Dani­el Strauß, Mann­heim 2011 (2011)

Wir über uns – Stär­ken för­dern – Vor­bil­der schaf­fen (2008–2009)

Die ers­ten Pro­jek­te von Rom­noK­her fan­den mit Unter­stüt­zung des Pro­gramms „Loka­les Kapi­tal für sozia­le Zwe­cke bzw. Stär­ken vor Ort“ des Euro­päi­schen Sozi­al­fonds von 2006 bis 2009 statt. Stär­kung der Eltern­ar­beit mit Sin­ti und Roma, Inte­gra­ti­ons­we­ge zwi­schen Fami­li­en und Schu­le bzw. Beruf in Mann­heim-Wald­hof-Ost sowie die Stär­kung der Selbst­kom­pe­ten­zen von Jugend­li­chen zur Bewäl­ti­gung von Mehr­fach­be­las­tun­gen waren hier die The­men. 2008 wur­de eine indi­vi­du­el­le Lern-Werk­statt im Mann­hei­mer Stadt­teil Wald­hof sowie im Kul­tur­haus Rom­noK­her ein­ge­rich­tet, mit Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung, Lern­för­de­rung und Inten­siv­för­de­rung bzw. indi­vi­du­el­ler För­de­rung. Das Pro­jekt wur­de in Koope­ra­ti­on mit Stu­die­ren­den, Schü­le­rin­nen und Schü­lern, ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter/-innen, Bil­dungs­lot­sin­nen und Prak­ti­kan­t/-innen rea­li­siert. Teil davon war ein Inten­siv-För­der­pro­gramm für weib­li­che Jugend­li­che – „Power­Girls“ – mit dem Ziel, ihre Schul- und Berufs­chan­cen zu ver­bes­sern. In die­sem Rah­men fand ein Teil­pro­jekt zur Auf­ar­bei­tung der Geschich­te und (Selbst-)Aufklärung über Anti­zi­ga­nis­mus, Ras­sis­mus, Aus­gren­zung und Dis­kri­mi­nie­rung statt. Es wur­de auch eine Geschichts­werk­statt zur Stadtteil‑, Fami­li­en- und Ver­fol­gungs­ge­schich­te eingerichtet.

 

Sin­ti und Roma sind seit dem Mit­tel­al­ter Teil der euro­päi­schen Kul­tur. Seit über 600 Jah­ren ist das Gebiet des heu­ti­gen Bun­des­lan­des Baden-Würt­tem­berg ihre Hei­mat. Heu­te leben Schät­zun­gen zufol­ge mehr als 12.000 Ange­hö­ri­ge der Min­der­heit in Baden-Würt­tem­berg. Die deut­schen Sin­ti und Roma sind – neben den Dänen, den Frie­sen und den Lau­sit­zer Sor­ben – eine von vier in Deutsch­land aner­kann­ten auto­chtho­nen natio­na­len Min­der­hei­ten. Die deut­schen Sin­ti und Roma spre­chen neben ihrer Hei­mat­spra­che Deutsch in der Regel auch ihre Mut­ter­spra­che Roma­nes. Sie kön­nen dar­um auch als Men­schen mit Roma­ni-Back­ground bezeich­net wer­den, was auf die beson­de­re Stel­lung der Spra­che Roma­nes ver­weist, wie sie im deut­schen Sprach­raum genannt wird, oder Roma­ni, wie sie – auch als Über­be­griff für unter­schied­li­che Sprach­va­ri­an­ten – in der inter­na­tio­na­len Dis­kus­si­on heißt. Die­ser inklu­si­ve Begriff schließt die auto­chtho­ne natio­na­le Min­der­heit der deut­schen Sin­ti und Roma genau­so ein wie die nach 1945 als „Gast­ar­bei­ter“ nach Deutsch­land migrier­ten Roma, von denen vie­le längst deut­sche Staats­bür­ger sind, die Bür­ger­kriegs­flücht­lin­ge der 1990er Jah­re oder Roma aus neu­en EU-Staa­ten, die seit 2007 in die Bun­des­re­pu­blik gekom­men sind. Die Hete­ro­ge­ni­tät und kul­tu­rel­le Plu­ra­li­tät der größ­ten euro­päi­schen Min­der­heit, die eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Min­der­hei­ten dar­stellt, soll damit zum Aus­druck gebracht wer­den. Obwohl Sin­ti und Roma seit Jahr­hun­der­ten zur deut­schen und euro­päi­schen Kul­tur gehö­ren, waren sie immer wie­der Dis­kri­mi­nie­rung, Ver­fol­gung und Ver­trei­bung aus­ge­setzt. Das natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Deutsch­land ver­folg­te Sin­ti und Roma sys­te­ma­tisch mit dem Ziel der end­gül­ti­gen Ver­nich­tung. Etwa 500.000 Sin­ti und Roma fie­len die­sem Völ­ker­mord im von Deutsch­land besetz­ten Euro­pa zum Opfer. Ihr kul­tu­rel­les Erbe wur­de zu gro­ßen Tei­len zer­stört. Der Ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma, Lan­des­ver­band Baden-Würt­tem­berg e.V. (VDSR-BW) hat sei­ne Ursprün­ge in der Bür­ger­rechts­be­we­gung der deut­schen Sin­ti und Roma. Dis­kri­mi­nie­rung bestimm­te den All­tag von Sin­ti und Roma auch in der Bun­des­re­pu­blik nach 1945. Erst 1982 hat die Bun­des­re­pu­blik den Völ­ker­mord an den Sin­ti und Roma Deutsch­lands und Euro­pas aner­kannt. Der gemein­nüt­zi­ge VDSR-BW wur­de 1986 gegrün­det. Die Bür­ger­rechts­ar­beit hat zu einem Wan­del der poli­ti­schen Kul­tur, zur Aner­ken­nung von Viel­falt im Land bei­getra­gen – und auch zu einem wach­sen­den Inter­es­se an der Kul­tur und Geschich­te von Men­schen mit Roma­ni-Back­ground. Der Lan­des­ver­band ist durch einen 2013 geschlos­se­nen und 2018 erneu­er­ten Staats­ver­trag Part­ner des Lan­des Baden-Würt­tem­berg und die ein­zi­ge Ein­rich­tung in Baden-Würt­tem­berg, die die Inter­es­sen und Rech­te von Sin­ti und Roma im Land umfas­send ver­tritt. Als Bil­dungs­ein­rich­tung, Ort des Geden­kens, Insti­tu­ti­on des kul­tu­rel­len Lebens mit sei­nem Kul­tur­haus Rom­noK­her und bür­ger­recht­li­che Bera­tungs­stel­le ist der Lan­des­ver­band Dia­log­part­ner der Min­der­heit, der Insti­tu­tio­nen des öffent­li­chen Lebens und der Zivil­ge­sell­schaft. Der VDSR-BW wirkt als Mit­glied der bei der Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung ange­sie­del­ten Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Gedenk­stät­ten und Gedenk­stät­ten­in­itia­ti­ven in Baden-Würt­tem­berg (LAGG) oder des Denk­stät­ten­ku­ra­to­ri­ums NS-Doku­men­ta­ti­on Ober­schwa­ben mit an der Gestal­tung der Erin­ne­rungs­kul­tur im Land. Auf natio­na­ler Ebe­ne enga­giert sich der Lan­des­ver­band u.a. als Mit­glied im von der Stif­tung Denk­mal für die ermor­de­ten Juden Euro­pas in Ber­lin koor­di­nier­ten Bünd­nis für Soli­da­ri­tät mit den Sin­ti und Roma Euro­pas für die Min­der­hei­ten- und Bür­ger­rech­te und für das Geden­ken an den Völ­ker­mord an den Sin­ti und Roma Euro­pas. Der VDSR-BW wirkt weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus. Sein Staats­ver­trag ist ein deutsch­land- und euro­pa­weit viel­be­ach­te­tes Modell.

Wir über uns – Stär­ken för­dern – Vor­bil­der schaf­fen (2008–2009)

Die ers­ten Pro­jek­te von Rom­noK­her fan­den mit Unter­stüt­zung des Pro­gramms „Loka­les Kapi­tal für sozia­le Zwe­cke bzw. Stär­ken vor Ort“ des Euro­päi­schen Sozi­al­fonds von 2006 bis 2009 statt. Stär­kung der Eltern­ar­beit mit Sin­ti und Roma, Inte­gra­ti­ons­we­ge zwi­schen Fami­li­en und Schu­le bzw. Beruf in Mann­heim-Wald­hof-Ost sowie die Stär­kung der Selbst­kom­pe­ten­zen von Jugend­li­chen zur Bewäl­ti­gung von Mehr­fach­be­las­tun­gen waren hier die The­men. 2008 wur­de eine indi­vi­du­el­le Lern-Werk­statt im Mann­hei­mer Stadt­teil Wald­hof sowie im Kul­tur­haus Rom­noK­her ein­ge­rich­tet, mit Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung, Lern­för­de­rung und Inten­siv­för­de­rung bzw. indi­vi­du­el­ler För­de­rung. Das Pro­jekt wur­de in Koope­ra­ti­on mit Stu­die­ren­den, Schü­le­rin­nen und Schü­lern, ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter/-innen, Bil­dungs­lot­sin­nen und Prak­ti­kan­t/-innen rea­li­siert. Teil davon war ein Inten­siv-För­der­pro­gramm für weib­li­che Jugend­li­che – „Power­Girls“ – mit dem Ziel, ihre Schul- und Berufs­chan­cen zu ver­bes­sern. In die­sem Rah­men fand ein Teil­pro­jekt zur Auf­ar­bei­tung der Geschich­te und (Selbst-)Aufklärung über Anti­zi­ga­nis­mus, Ras­sis­mus, Aus­gren­zung und Dis­kri­mi­nie­rung statt. Es wur­de auch eine Geschichts­werk­statt zur Stadtteil‑, Fami­li­en- und Ver­fol­gungs­ge­schich­te eingerichtet.

 

Ansprech­part­ner/-innen
Ansprech­part­ner/-innen

Iris Rüsing

Refe­ren­tin des Vor­stands­vor­sit­zen­den
Refe­ren­tin für Bildung

Kontakt 
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Ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma, Lan­des­ver­band Baden-Württemberg

Ver­band Deut­scher Sin­ti und Roma, Lan­des­ver­band Baden-Württemberg

Kon­takt

B 7, 16 (Ein­gang über den Hin­ter­hof)
68159 Mann­heim

Tele­fon: 0621–911091-00
Fax: 0621–911091-15
eMail: info[at]sinti-roma.com

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Mon­tag — Donnerstag

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