vom 2. bis zum 23. Oktober 2026 an der Evangelischen Hochschule Freiburg im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus & für jüdisches Leben Freiburg
Während des Zweiten Weltkrieges haben die deutschen Besatzer in der Ukraine weit über 10.000 Rom:nja ermordet. Doch im kollektiven Gedächtnis der ukrainischen sowie der deutschen Bevölkerung ist dieser Völkermord nur wenig verankert. Insbesondere die Erinnerung aus der Opferperspektive droht verloren zu gehen. Deswegen wurde diese Ausstellung erarbeitet. Sie basiert auf Dutzenden von Interviews mit Zeitzeug:innen, die im Rahmen eines deutsch-ukrainischen Projektes interviewt worden sind. Mehrere Selbstorganisationen ukrainischer Rom:nja haben daran mitgewirkt.
Die Überlebenden bzw. deren Nachfahren berichten vom Leid, das ihnen widerfuhr, aber auch vom Widerstand, den sie oder ihre Angehörigen leisteten. Sie berichten von Kollaboration, aber auch von Solidarität durch ihre Nachbar:innen.Die Ausstellung ergänzt die zentralen Aussagen der Zeitzeug:innen mit Informationen zu den historischen Hintergründen, zu Überlebensstrategien, zur Rolle der Partisanenverbände und zur Erinnerungspolitik in beiden Ländern nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Ausstellung wurde im Jahr 2018 vom Bildungswerk für Erinnerungsarbeit und Frieden in Zusammenarbeit mit dem Ukrainischen Zentrum für Holocaust-Forschung produziert und vom Auswärtigen Amt, der Stiftung EVZ sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert.
Evangelische Hochschule Freiburg, Bugginger Str. 38
Mo-Fr von 07.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Sa von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Bildrechte: 2026 — Genocide against Roma — Remember to Resist / Das Bildungswerk für Friedensarbeit e.V.